Mein Buchbeitrag

Von der Schutzwand zur Empfangsbereitschaft

Manchmal entwickeln wir früh Strategien, die uns schützen und durch schwierige Zeiten tragen. Doch was uns einmal geholfen hat, kann uns später auch daran hindern, wirklich zu empfangen, loszulassen und neue Wege zuzulassen.

In meinem persönlichen Beitrag erzähle ich von meinem eigenen Weg – von meiner Kindheit und meiner inneren Schutzwand über prägende Erfahrungen und Veränderungen bis hin zu der Erkenntnis, dass Stärke nicht immer bedeutet, alles allein tragen zu müssen.

Mein Beitrag ist Teil des Sammelbandes “Starke Frauen - Starke Wege”

Warum ich diesen Beitrag geschrieben habe

Lange Zeit war mir nicht bewusst, wie sehr Erfahrungen aus meiner Kindheit mein späteres Leben geprägt haben. Meine Schutzwand half mir früh, mit schwierigen Situationen umzugehen, selbstständig zu werden und weiterzugehen.

Doch irgendwann erkannte ich, dass genau diese Stärke auch eine andere Seite hatte. Ich war es gewohnt zu geben, zu helfen, Verantwortung zu übernehmen und vieles mit mir selbst auszumachen. Empfangen, Unterstützung annehmen, loslassen und vertrauen – das fiel mir wesentlich schwerer.

Diese Erkenntnis war ein wichtiger Teil meiner persönlichen Entwicklung. Ich begann zu verstehen, dass mentale Stärke nicht nur darin liegt, durchzuhalten und alles allein zu schaffen. Sie kann auch bedeuten, Grenzen wahrzunehmen, Hilfe anzunehmen und sich selbst zu erlauben, nicht immer funktionieren zu müssen.

Genau darüber schreibe ich in „Von der Schutzwand zur Empfangsbereitschaft“. Nicht, weil mein Weg ein Beispiel dafür sein soll, wie andere leben müssen – sondern weil unsere eigenen Schutzmechanismen manchmal länger bei uns bleiben, als wir sie tatsächlich brauchen.

Was du aus meinem Betrag mitnehmen kannst?

Vielleicht kennst du das Gefühl, stark sein zu müssen, vieles allein zu tragen oder eher für andere da zu sein als für dich selbst.

Mein Beitrag lädt dich dazu ein, einmal genauer hinzuschauen: Welche Strategien haben dich bis hierher getragen – und welche davon brauchst du heute vielleicht nicht mehr?

Es geht darum, die eigene Geschichte nicht zu bewerten, sondern zu verstehen. Zu erkennen, wo wir aus alten Mustern heraus handeln, wo wir uns selbst zurückhalten und was entstehen kann, wenn wir beginnen, bewusster zu entscheiden.

Denn persönliche Entwicklung bedeutet für mich nicht, ein anderer Mensch zu werden. Sie bedeutet, sich selbst immer besser kennenzulernen – und irgendwann entscheiden zu können, was man behalten und was man loslassen möchte.